Organspende / Stammzellspende
Viele Bundesbürger stehen der Organspende grundsätzlich positiv gegenüber: Knapp 70 Prozent der Deutschen wären mit einer Organentnahme nach ihrem Tod einverstanden, wie die wiederholten Repräsentativerhebungen der BZgA belegen. Aus Sicht der Menschen, die auf ein Spenderorgan warten, ist dieses Votum für die Organspende ein erfreuliches Ergebnis. Doch trotz breiter Zustimmung zur Organspende halten nur sehr wenige Menschen ihre Entscheidung schriftlich fest oder teilen sie den nahe stehenden Menschen mit.
Daher ist es sehr wichtig, sich zu Lebzeiten mit der Organspende zu beschäftigen. Für viele Menschen ist dies ein Tabuthema, das auf sie bedrohlich wirkt, weil es eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod bedeutet. Sie verdrängen solche Gedanken und vermeiden das Gespräch darüber im Familienkreis. Dabei ist es nicht nur wichtig, sondern auch relativ einfach, sich über das Thema zu informieren und einen Organspendeausweis zu bekommen. In vielen Apotheken, in Arztpraxen und auch bei uns im Gesundheitsamt sind Organspendeausweise erhältlich.
Weitere Informationen finden Sie unter www.organspende-kampagne.de und www.organspende.de
Stammzellspende.
Mit Ihrer Stammzellspende geben Sie einem Leukämiepatienten eine neue Chance auf Leben. Alle 45 Minuten erkrankt in Deutschland ein Mensch neu an Leukämie (Blutkrebs), darunter viele Kinder und Jugendliche. Für zahlreiche Patienten ist die Übertragung von Stammzellen die einzige Heilungsmöglichkeit.
Die DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) ist mit über 2 Millionen potenziellen Lebensspendern die weltweit größte Spenderdatei. Spender werden kann jeder, der zwischen 18 und 55 Jahre alt ist und an keiner ernsthaften Krankheit leidet. Zunächst genügt die Abgabe von etwas Blut zur Bestimmung der ersten Gewebemerkmale sowie eine Einverständniserklärung. Sollten Ihre Merkmale mit denen eines Patienten übereinstimmen, meldet sich die DKMS bei Ihnen. Welches Verfahren zur Stammzellspende angewandt wird, richtet sich nach den Belangen des Patienten. Wo es möglich ist wird auf die Wünsche der Spender Rücksicht genommen. Die DKMS organisiert in Deutschland regelmäßig Aktionen zur Aufnahme in die Datei.
Informationen dazu finden Sie unter www.dkms.de