Neugeborenen-Screening
Die Geburt Ihres Kindes liegt gerade hinter Ihnen. Die meisten Kinder kommen gesund zur Welt und bleiben es auch. Bereits seit Ende der 1960er Jahre werden für Neugeborene Vorsorgeuntersuchungen angeboten. Durch erweiterte technische und analytische Möglichkeiten konnte das Screening 1999 auf eine Vielzahl weiterer Stoffwechseldefekte unterschiedlichster Art ausgeweitet werden. Im Januar 2009 wurden die Vorsorgeuntersuchungen dann um das Hörscreening erweitert.
Es gibt jedoch seltene angeborene Erkrankungen, die bei Neugeborenen noch nicht durch äußere Zeichen erkennbar sind. Unbehandelt können diese Erkrankungen zu Organschäden, körperlicher oder geistiger Behinderung führen. Um diese Erkrankungen zu erkennen werden Früherkennungsuntersuchungen für alle Neugeborenen angeboten.
Eine der Grundlagen der Neuordnung des Neugeborenenscreenings ist die enge Zusammenarbeit von privaten Laboren, Behandlungszentren und öffentlichem Gesundheitsdienst. Im Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) wurde ein zentrales Screeningzentrum des öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) eingerichtet.
Unsere Ziele:
früh erkennen, früh behandeln, Gesundheit erhalten.
Weitere Informationen
- Flyer vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit
Stoffwechselstörungen
Etwa eines von 1200 Neugeborenen ist durch eine angeborene Stoffwechselerkrankung in seiner Gesundheit gefährdet. Wird dies nicht rechtzeitig erkannt oder behandelt, kann das zu schweren geistigen oder körperlichen Behinderungen oder sogar zu Todesfällen führen. Je frühzeitiger eine Therapie einsetzen kann, desto höher ist die Chance auf eine ungestörte Entwicklung bei einem betroffenen Kind.
Üblicherweise werden am dritten Lebenstag ein paar Tropfen Blut aus der Ferse des Kindes entnommen und im Labor untersucht. Nur dadurch ist die Feststellung einer Neugeborenen-Stoffwechselerkrankung möglich. Diese Erkrankungen sieht man den Kindern nicht an, auch Spezialisten sind dazu nicht in der Lage. Daher ist es auch für Ihr Kind sehr wichtig, dass es an dieser Untersuchung teilnehmen kann.
Weitere Informationen dazu erhalten Sie im Internet unter:
www.lgl.bayern.de/gesundheit/screening.htm
Hörstörungen
Nur ein Kind das hören kann und dadurch auch Sprache nachahmen kann, lernt sprechen. Ein Kind von 1000 kommt mit einer schweren, beidseitigen Hörstörung zur Welt. Bleibt eine solche Hörstörung monate- oder gar jahrelang unentdeckt, kann sich dies auf die gesamte Entwicklung des Kindes stark negativ auswirken. Hörstörungen sollen bis zum Ende des 3. Lebensmonats diagnostiziert und eine entsprechende Therapie bis Ende des 6. Lebensmonats eingeleitet sein. Nur so kann eine möglichst optimale Sprachentwicklung ermöglicht werden.
Nach Früherkennung durch eine einfache schmerzfreie Untersuchung ist eine Frühförderung und Versorgung mit moderner Hörgeräte-Technologie möglich und eine weitgehend normale Entwicklung kann ihren Lauf nehmen.
Weitere Informationen dazu erhalten Sie im Internet unter:
www.lgl.bayern.de/gesundheit/hoerscreening.htm
Unser Anspruch:
Kein Kind aus den Augen verlieren.
Um zu gewährleisten, dass die Untersuchung auf Stoffwechselstörungen sowie die Höruntersuchung möglichst allen Neugeborenen angeboten und besonders bei kontrollbedürftigen Befunden weiterführende Untersuchungen sichergestellt werden, bitten wir alle Eltern, der Datenübermittlung an das Screeningzentrum des öffentlichen Gesundheitsdienstes im Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) zuzustimmen. Das Gesundheitsamt im Landkreis übernimmt den Abgleich mit der Geburtenliste des Einwohnermeldeamtes und kann auf diese Weise nicht untersuchte Kinder oder Kinder, deren Untersuchungsbefund nicht korrekt weitergeleitet wurde, herausfinden. In einem solchen Fall nimmt das Gesundheitsamt Kontakt zu den Eltern auf und bietet eine Beratung an.
Ansprechpartner
Hinweis: Bitte berücksichtigen Sie bei einem Anruf, dass die Mitarbeiterinnen der Kinder- und Jugendgesundheit mehrere Tage in der Woche im Außendienst tätig sind.
Kinder- und Jugendgesundheit |
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Brigitte Knoll | Tel. 08251/92-435 | |
Beate Oswald-Huber | Tel. 08251/92-445 | |
Ellen Weiss | Tel. 08251/92-435 |