Ausstellungseröffnung "Barrierefrei bauen"
Ausstellung im Landratsamt setzt Impulse für mehr Mobilität und Lebensqualität
Kristina Kolb-Djoka, Ulrike Sasse-Feile, Landrat Christian Knauer, Hans Dörr Dörr, Maria T. Lehn (Beraterin Barrierefrei Bauen, Bayerische Architektenkammer), Dr. Heinz Münzenrieder, Peter Feile (Ortsvorsitzender AWO Friedberg), Josef Koppold (vorne)
Mit den Möglichkeiten barrierefreien Bauens beschäftigt sich die Ausstellung der bayerischen Architektenkammer im Foyer des Landratsamtes. 16 Schautafeln bilden anschaulich den Lebensalltag von Menschen mit Behinderungen, älteren Menschen und Kindern ab, um perspektivisch zu zeigen, wo Barrieren entstehen können und wie diese mit einfachsten Mitteln behoben werden können für mehr Mobilität und Lebensqualität.
Mobilität ist ein großes Thema im Landkreis Aichach-Friedberg. Aus diesem Grund hat das Landratsamt zusammen mit der AWO die Wanderausstellung der Bayerischen Architektenkammer nach Aichach geholt. Zusammen mit dem Präsidiumsvorsitzenden der AWO Schwaben Dr. Heinz Münzenrieder und dem Vizepräsident der Bayerischen Architektenkammer Dipl. Ing. Hans Dörr eröffnet Landrat Christian Knauer die Ausstellung und richtete sein Lob an die mitwirkenden Mitglieder der AWO, Christel Reichel und Ulrike Sasse-Feile, aber auch an die Mitarbeiter der zuständigen Fachstellen des Landratsamtes:
Seit Jahren setzen sich die verschiedenen Fachbereiche des Landratsamtes bei Straßenbaumaßnahmen oder Projekten im Hochbau erfolgreich für mehr Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen unterschiedlichster Art ein, darunter auch Behindertenbeauftragter Josef Koppold, der den Landkreis, aber auch Gemeinden oder private Bauherren bei allen Baumaßnahmen begleitet. Erst kürzlich wurden beim Modulbau des Deutschherren-Gymnasiums und beim Kreisgut: 110.000 Euro für barrierefreie Eingänge, Aufzüge und behindertengerechte Toiletten investiert. Ein großes Thema sind und bleiben die Belange der Seniorenhaushalte, um die sich Ina Albes von der Seniorenberatung als Expertin für Wohnraumanpassungsmaßnahmen kümmert, damit ein Umzug ins Heim vermieden oder zumindest hinausgezögert werden kann. Besonders deutlich wird die wichtige Bedeutung einer barrierefreien Bauplanung durch die anschaulichen Ausführungen von Ulrike Sasse-Feile und Kristina Kolb-Djoka, Ortsvorsitzende der AWO in Aichach, die über ihre Erfahrungen mit Betroffenen und Angehörigen berichteten.
Die Darstellung der Blickwinkel von Menschen mit Einschränkungen unterschiedlichster Art, egal ob jung oder alt, ist Hauptanliegen der Ausstellung und eine Chance, Impulse für barrierefreies Bauen zu setzen. „Wenn wir unsere Perspektive wechseln und schon zu Beginn der Maßnahme integrative Lösungen berücksichtigen, entstehen erst gar keine Barrieren“, betont Landrat Christian Knauer und schlägt vor, dass jeder Kommunalpolitiker einmal mit einem Rollstuhl durch seinen Ort fahren sollte, um seinen Blick zu schärfen und auf Probleme aufmerksam zu werden. Die Ausstellung ist ein guter Anfang, denn Integration beginne schon bei der Architektur.